R.I.P. Drewag-Gelände – Verpasste Chance für das Viertel

Gestern stellte die SachsenEnergie ihre Pläne für das Grundstück an der Marta-Fränkel-Straße im Stadtbezirksbeirat vor.

Geplant sind unter anderem sieben E-Ladestationen – ein klar profitorientiertes Vorhaben – wo sich viele Anwohner, wenn überhaupt, kostenlose Parkmöglichkeiten gewünscht hätten. Ergänzt werden soll das Ganze durch fünf Hochbeete, deren zukünftige Betreuung bislang ungeklärt ist, sowie eine rund 70 Quadratmeter große, uneingezäunte Fläche für einen Schulgarten der benachbarten Grundschule.

Der restliche Teil des Geländes soll begrünt werden – mit Wiese und Bäumen. Was auf den ersten Blick positiv klingt, wirft bei genauerem Hinsehen Fragen auf: Es wird weder Sitzmöglichkeiten noch Mülleimer geben. Die Begründung: SachsenEnergie wolle keine Kosten für Reinigung und Instandhaltung übernehmen. Damit bleibt zu befürchten, dass die Pflege letztlich an uns Steuerzahler:innen – hängen bleibt. Gleichzeitig soll das Gelände frei zugänglich bleiben, jedoch ohne klare Zuständigkeiten.

Im Stadtbezirksbeirat stieß der Vorschlag dennoch auf breite Zustimmung. Kritische Stimmen kamen lediglich vereinzelt: Veit Joneleit bemängelte die mangelhafte Bürgerbeteiligung und die Missachtung unserer initiative, während Sascha Möckel die ersatzlose Verdrängung kultureller Freiräume kritisierte.

Doch genau hier liegt der Kern des Problems: Warum wurde unser Vorschlag weitgehend ignoriert?

Dabei war die Vision für dieses Gelände längst da: Ein Skate- und Bikepark. Ein Ort für Kinder,Jugendliche und Erwachsene für Bewegung, für Begegnung. Ein Raum, der in der Neustadt fehlt und dessen Bedarf immer wieder deutlich formuliert wurde. Genau das hätte das Drewag-Gelände leisten können: eine sinnvolle, nachhaltige Nutzung im Sinne der Menschen, die hier leben.
Über 4.500 Menschen unterstützten diese Petition, zahlreiche Initiativen und soziale Träger stellten sich hinter die Forderung nach einem solchen Ort. Es ging um mehr als nur eine Fläche – es ging um Teilhabe, um Stadtentwicklung von unten, um die Frage, wie wir unseren öffentlichen Raum gestalten wollen.

Doch all das scheint keine Rolle mehr zu spielen.

Stattdessen wurde das Gelände jahrelang sich selbst überlassen, während Verhandlungen mit der Stadt scheiterten, denn die SachsenEnergie verlangte einen Preis von über einer halben Million Euro für eine Fläche, die lange brachlag, und zeigte sich gegenüber Tauschangeboten der Stadt unnachgiebig.. Jetzt wird eine Minimal-Lösung präsentiert und als Kompromiss verkauft. Kritische Stimmen aus der Zivilgesellschaft? Kaum berücksichtigt.

Besonders bitter: Das Grundstück wird nun als Ausgleichsfläche genutzt, um Naturzerstörung an anderer Stelle zu kompensieren. Was auf dem Papier ökologisch klingt, bedeutet in der Realität vor allem eines – dass eine der letzten freien Flächen in der Neustadt nicht mehr für soziale und sportliche Nutzung zur Verfügung steht.

Ein Skate- und Bikepark hätte hier echten Mehrwert geschaffen: für Kinder und Jugendliche, für das Viertel, für das soziale Miteinander. Stattdessen entsteht eine Fläche ohne klare Identität – zugänglich, aber ohne Einladung zu bleiben.

Was bleibt, ist das Gefühl einer vertanen Chance. Einer Entscheidung gegen das Viertel – und gegen einen der deutlichsten und breit getragenen Wünsche seiner Bewohner:innen der letzten Jahre.

Das Drewag-Gelände hätte ein Ort für alle werden können. Jetzt wird es vor allem eines: ein Symbol dafür, wie wenig Bürgerbeteiligung am Ende zählt, wenn wirtschaftliche Interessen überwiegen.

Wir geben nicht auf.

Dieser Rückschlag zeigt vor allem: Unser Druck war bisher nicht groß genug. Zu leicht konnten unsere Vorschläge beiseitegeschoben werden – auch, weil wir darauf vertraut haben, dass andere unsere Interessen weitertragen.

Die Idee eines Skate- und Bikeparks in der Neustadt ist nicht vom Tisch – im Gegenteil. Es gibt weiterhin konkrete Möglichkeiten, diese Vision umzusetzen, sei es im Industriegelände oder im Zuge der Entwicklungen rund um den Alten Leipziger Bahnhof.

Jetzt kommt es darauf an, aus Enttäuschung Energie zu machen. Sich zu vernetzen, aktiv zu werden und gemeinsam Druck aufzubauen. Denn echte Veränderung entsteht nicht von allein – sie wird erkämpft.

Organisiert euch. Macht mit. Nur so kann aus der Forderung am Ende Realität werden.

SBR Neustadt: Reinfall oder Erfolg?!

Am Montag wurde das neue Śkateentwicklungskonzept für Dresden im Stadtbezirksbeirat Neustadt vorgestellt.
Wir waren für euch da und ziehen Bilanz.

Das Konzept insgesamt wurde sehr positiv angesehen und schonmal vornweg auch vor Ort zugestimmt
und somit eine Empfehlung zum positiven Stadtratsbeschluss gegeben, der Anfang nächsten Jahres hoffentlich so passiert.

Durch unsere Intervention wurde aber die unterirdische Situation für Rollsportler in der Neustadt zum Thema.
Das Problem bleibt weiterhin, dass der Stadt einfach keine Flächen gehören und damit auch unsere Interessen nicht umgesetzt werden können.
Eine Skatehalle die eventuell auf dem alten Leipziger Bahnhof entstehen soll, ist super, aber eine Wette die frühestens in 10 Jahren aufgehen kann. Zu Spät für uns!

Keine städtischen Grundstücke sind ein Hindernis aber kein Grund!
Diese Situation muss sich ändern und das bedeutet, private Flächen müssen zurück in öffentliche Hand.
Durch Kauf oder Enteignung, will die Stadt lebenswerte Nachbarschaften und demokratischen Einfluss zulassen, führt hier kein Weg drum herum.

Deshalb fordern wir die Stadt weiter auf, die Rekommunalisierung von Grundstücken zu prüfen. Unsere Petition hat mit dem Drewag Gelände eine Option aufgezeigt und wir begrüßen, dass der Rückkauf weiterhin angestrebt wird.

Das Recht der Menschen auf Stadt muss höher stehen als private Profitinteressen.
No struggle, no ride!

!!!Skateentwicklungskonzept Dresden!!!

Mit einem Skateentwicklungskonzept, dass zusammen von der Stadt Dresden und dresdenrollt_ev entwickelt wurde, soll die marode Spassstruktur dieser Stadt aufgemöbelt werden. Das ganze Konzept könnt ihr bei uns oder Dresden rollt auf der website finden.
Bevor dieses Konzept Anfang nächsten Jahres im Stadtrat diskutiert und hoffentlich beschlossen wird, gibt es noch Chancen auf Veränderung. Wir wollen wissen was ihr davon haltet? Schreibt uns per Mail oder auf instagram dafür an.
Am 11.12. wird das Konzept im Stadtbezirksbeirat Neustadt verhandelt, dort sollten wir vor allem nochmal stadtteil spezifisch unsere Interessen vertreten.

Wir denken schon jetzt dass dies auch ein Erfolg eures politischen Drucks ist, den wir zusammen auf die Straße und den Stadtrat bringen konnten.

Mal sehen was daraus wird! Wir kämpfen weiter für unser Recht auf Stadt!

Rudolfstrassenfest #2

Endlich kann im Kiez gefahren werden!!! Leider noch nicht auf unserem Grundstück aber zum grandiosen @rudolfstrassenfest2023 könnt ihr auf dem mobilen Park der @skateboardacademy.dd richtig abgehen. Spread the word und kommt vorbei! Alle rollenden Spaß Geräte sind natürlich gern gesehen!
Und auf Gespräche und Diskussionen mit euch freuen wir uns natürlich riesig.

Rudolfstrassenfest #1

Wir freuen uns mega euch in Kooperation mit dem inneren Neustädter Friedhof und dem @rudolfstrassenfest2023 zu einem spannenden Rundgang einladen. Ihr wolltet schon immer mehr über diesen schicken Friedhof wissen und wer da begraben ist? Dann kommt 14 Uhr dahin und lasst euch 90 Minuten spannende Geschichten bei einem Spaziergang durch das Grünod unseres Viertels präsentieren. Danach und davor wird auf der Rudolfstrasse gefeiert.

Auf gute Nachbarschaft!

SK8JAm am DIY Spot

Partypeople und Skateboardrowdys kommt zahlreich und in Horden zur Shreddisco! ✨ Wir erwarten euch zur großen Skate Jam am alten Leipziger Bahnhof. ✨ Am 01.09. ab 17:00 hallen exquisite Beats über den altehrwürdigen Betonacker, welche uns zu abgefahrenen Held:Innentaten auf unseren hölzernen Rollrössern motivieren sollen. Kaltgetränke werden in ihren Alurüstungen serviert um eure heißen Köpfe zu kühlen oder euch einfach den Helm zu lackieren.
Am Ende des Turniers (mit unbekannten Regeln), gibt es einen schönen Preis.🐓
Wir sehen uns am DIY- Spot!

#1. GrubenJam

Wir wollen mit euch feiern, was wir bisher gemeinsam erreicht haben.
Der Stadtrat hat im Dezember beschlossen, dass das Grundstück zurück in städtische Hände kommt und wir gemeinsam eine Grün- und Sportfläche bekommen, anstatt einer Parkplatzwüste.
Auch wenn der Grundstückstausch noch nicht feststeht, geht es nur noch um das wie und nicht das ob. Deswegen Hoch die Tassen!
Durch eure Hilfe und der all unserer Unterstützer:innen, haben wir es geschafft 2 Jahre lang Druck aufzubauen und hatten Erfolg.
Unser Recht auf Stadt soll keine hohle Phrase sein und wir fordern Mitbestimmung ein, auch wenn das Profitinteressen von Konzernen entgegen steht.

Deshalb lasst uns, uns selbst feiern und kommt zum Sandgrubentrail in der Heide.
Dort erwarten euch Mukke, Bier und viele gleichgesinnte Shredder. Zeit zum anstoßen, Spaß haben, austauschen und weiter planen.

Also kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch!

Wenn ihr bei der Vorbereitung helfen wollt, dann gerne eine PM an uns.

Und für alle nicht Radfahrer:innen, kommt gerne trotzdem vorbei und es wird wahrscheinlich noch eine Skateboard+x Party geben, aber eins nach dem anderen.

Die CDU schlägt zurück!?!?!?

Noch vor der Sitzung am Donnerstag zeigt die CDU auf wessen Seite sie steht
In einem FacebookPost regen sie sich über die Bedingungen des Tausches auf.
Dabei lassen Sie jedoch entscheidende Fakten weg:
a) ob die Stadt oder die SachsenEnergie das Grundstück in Torna verkaufen, wird an der Stadtteilentwicklung dort nichts ändern
b)hier geht es nicht um eine Grünfläche, sondern um eine der letzten Freiflächen in der Neustadt
c) das sich über 4636 Menschen für einen sozialen Ort statt einer Parkwüste entschieden haben
d)dass durch den ruinösen Ausverkauf der Stadt, keine geeigneten Tauschgrundstücke vorhanden sind

Da die CDU nicht mit uns diskutiert, tut sie das vielleicht mit euch. Also schreibt ihr auf Facebook doch einfach und lasst sie wissen, was ihr davon haltet.

Hier gehts zum Link!

Zusammen für unser Recht auf Stadt!

Ist so ein Pumptrack nicht viel zu laut?!

Ab und zu hören wir Sorgen der Anwohner:innen oder des Friedhofs wie laut so ein Platz eigentlich ist. Blöd dass wir in Dresden wohnen und uns keinen angucken können. Lärmmessungen der Firma Schneestern zeigen spannende Ergebnisse, die wir für unsere und ihr für eure Gespräche nutzen könnt.

Hier zeigt sich, dass unser Vorschlag zur Nutzung eines sozialen Ortes im Schnitt fast 20% leiser als ein Fußballplatz ist.

Worauf also warten?! Ein Pumptrack mit Skateanlage ist das, was das Viertel braucht!

Also weiter diskutieren, argumentieren und noch mehr Leute für unsere Initiative gewinnen!

Steht jetzt doch wieder alles auf der Kippe?! Blockade unserer Initiative im Bauausschuss!

Am letzten Mittwoch sollte endgültig über den Grundstückstausch im Bauauschuss entschieden werden.Trotz des positiven Beschluss aus dem Letzten Stadtrat wurde der Antrag nicht angenommen.

Die CDU brachte einen Beschluss des Stadtbezirksbeirates Prohlis mit der sich dagegen aussprach. Das zu tauschende Grundstück ist bisher ungenutztes Bauland das Platz für 2 Einfamilienhäuser bietet.Grund: die SachsenEnergie hat bisher nicht konkret gesagt, was sie mit dem Grundstück vorhat. Als Unternehmen mit Profitzwang und der Auflagen, wird dort nichts anderes als eine Wohnbebauung statt finden.

Wir haben hier die Befürchtung dass unsere Initiative zwischen die Räder machtpolitischer Kämpfe gerät und die CDU den Antrag blockiert weil er von den Grünen eingereicht wurde.Auch wenn die Neustadt wahlpolitisch nicht allzu interessant für die CDU ist, fänden wir es falsch wenn Bürgerinitiativen unter dem Machtkampf der Parteien leiden müssen.

Der Antrag wird nun bei einer der kommenden Stadtratssitzungen erneut abgestimmt.Sollte keine Mehrheit dafür zustande kommen, könnte alles extrem ausgebremst werden.

Ein neues Tauschgrundstück müsste gefunden werden und neu verhandelt.Außerdem gibt es laut Baubürgermeister keine städtischen Flächen die in Frage kommen.

Der Neoliberale Ausverkauf der letzten Jahrzehnte zeigt hier seine hässliche Fratze

Wir bleiben positiv aber müssen jetzt auch noch mal richtig Druck machen, damit unsere Initiative nicht blockiert wird und am Ende im Sande verläuft.